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Crashen die Märkte?

Crashen die Märkte in der kommenden Woche? Am Freitag der vergangenen Handelswoche wurden die Märkte kräftig durchgerüttelt: Silber fiel um 28 Prozent, Gold um 9,6 Prozent, Bitcoin erlitt empfindliche Abschläge und der US-amerikanische Technologieindex Nasdaq 100 verlor 1,3 Prozent. Lediglich der breitere Leitindex S&P 500 blieb mit einem Verlust von rund 0,4 Prozent relativ stabil. Wenn mehrere Assets gleichzeitig größere Abschläge erleiden, ist das ein Zeichen für größere Unsicherheit. War das ein Vorbote für einen Crash?

Chart des S&P 500 mit eingezeichneten Signalen ...
Erstellt mit TradingView

Der Chart zeigt den Leitindex S&P 500 im Wochenchart. Jede Kerze stellt den Kursverlauf einer Woche dar. Auf den ersten Blick wird klar, dass die Aufwärtsdynamik nachgelassen hat. Seit vier Wochen bewegen sich die Kurse im Bereich des bisherigen oberen Widerstands, ohne ihn signifikant zu überwinden. Charttechnisch folgt daraus noch keine Crashgefahr, aber eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Korrektur.

Die für den Aktienmarkt maßgeblichen Finanzdaten haben sich ebenfalls eingetrübt. Seit November bewegen sich die Marktzinsen der 10-jährigen Staatsanleihen in den USA leicht aufwärts, die Rohstoffpreise ebenfalls, die Inflation legt leicht zu. Für fallende Zinsen, die steigende Akteinkurse nach sich ziehen könnten, fehlt die Phantasie. Aber ein Crash?

Einen Crash am Akteinmarkt halte ich für nicht sehr wahrscheinlich. Bei Silber und Gold bildeten sich charttechnische Fahnenstangen, die am Ende abverkauft werden. Auch manche Technologiewerte sind hoch bewertet. Anders sieht es am breiten Aktienmarkt aus. Hier herrscht keine Euphorie und keine Übertreibung. Eine schärfere Korrektur bleibt dennoch möglich, wenn der Widerstand nicht kurzfristig überwunden wird, wonach es derzeit nicht aussieht. Die kommende Handelswoche dürfte spannend werden.