In der vergangenen Handelswoche fiel der Leitindex S&P 500 durch den eingezeichneten Widerstandsbereich. Gleichzeitig haben sich die Kurse unterhalb der 200-Tage-Linie, dem SMA 200 etabliert. Wie geht es weiter und wie kann man sich sinnvoll positionieren? Long oder Short?

„Long gehen“ bedeutet an der Börse, auf steigende Kurse zu setzen, wer „shortet“, setzt hingegen auf fallende Kurse. Wie der Chart zeigt, sind die Abwärtsbewegungen häufig sehr viel steiler als die Aufwärtsbewegungen. „Der Bulle geht die Treppe hoch, der Bär springt aus dem Fenster“, lautet einer der sinnvolleren Börsensprüche. In Zeiten fallender Kurse lässt sich durch Trading sehr schnell viel Geld verdienen. Weil die Kurse an den Börsen jedoch häufiger und auch langfristig steigen, ist es dabei stets eine Herausforderung, rechtzeitig die Short-Positionen zu schließen. Noch ist der Trend abwärtsgerichtet. Aber bereits der Freitag kann eine Korrektur zurück in den Widerstandsbereich eingeläutet haben.
Ein Trader am US-Aktienmarkt rechnet derzeit erst einmal mit einer möglichen Gegenbewegung. Wird hingegen das bisherige Tief noch einmal unterschritten und setzt sich damit der Abwärtstrend technisch fort, besteht eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für weiter fallende Kurse. Eine wichtige Fähigkeit beim Traden ist die Geduld, auf Gelegenheiten zu warten, in denen sich klare Wahrscheinlichkeiten abzeichnen. Nach dem letzten Handelstag der vergangenen Woche befindet sich der US-amerikanische Aktienmarkt im Niemandsland. Long oder Short lässt sich erst nach weiteren Impulsen entscheiden.